Nächstes Jahr wird alles anders!

Dinge besser machen

Nächstes Jahr wird alles anders: versprochen! Neues Jahr, neuer Mensch! Wer kennt es nicht? Unsere Vorsätze, die wir jedes Jahr groß ankündigen und dann…naja meist nicht wirklich umsetzten…Sind diese Versprechen an uns selbst also nur reine Selbsttäuschung oder könnten wir sie tatsächlich erfüllen?

Silvester-Traditionen in Deutschland

Ach ja, bald ist es wieder so weit: der Jahreswechsel steht bevor. 2018 verabschiedet sich und macht einen Abgang, damit 2019 durchstarten kann. Auch in Deutschland gibt es für Silvester so einige Bräuche: neben dem Bleigießen oder den Raketen zu Mitternacht sind auch die Neujahrs-Vorsätze ein Teil unserer Kultur. Und jedes Jahr ist es gefühlt die gleiche Leier…

Familie und Freunde kündigen ihre großen Neujahrs-Ziele an, du selbst machst dir Gedanken, was in deinem Leben besser laufen könnte und schon sind eure Neujahrs-Vorsätze entstanden. Dabei gibt es in Deutschland auch so einige Klassiker.

In Deutschland kracht es ganz schön!
Das Feuerwerk um Mitternacht gehört einfach zu Silvester!

Unsere Vorsätze für 2019

Auch dieses Mal wurden wieder Umfragen zum Jahreswechsel durchgeführt. Auffällig ist die Nummer 1 der Vorsätze fürs nächste Jahr und dieser handelt nicht von Familie oder Freunden sondern: die Leute wollen weniger Stress. Schon wieder steht dieser Punkt ganz oben auf der deutschen Liste und sagt doch so einiges über unsere Gesellschaft und unsere Lebenseinstellung aus. Mit nur zwei Prozentpunkten weniger wünschen sich 60% der Befragten mehr Zeit mit ihrer Familie und Freunden zu verbringen.

Dann kommen wie üblich mehr Sport, gesündere Ernährung, der Wunsch abzunehmen oder mit dem Rauchen aufzuhören. Alles schon mal gehört. Doch bringen diese Vorsätze wirklich was oder sind sie eh zum Scheitern verurteilt?

Im neuen Jahr ins Fitnessstudio
Neben Familie und Freunden, ist auch der Vorsatz abzunehmen weit verbreitet

Können wir unsere Vorsätze einhalten?

Können wir unsere Vorsätze einhalten?Zum einen kommt es natürlich immer drauf an wie ernst es einem ist. Sagt man seinen Vorsatz nur so locker dahin und weiß im Hinterkopf eh schon: „nö, den werd ich wohl nich` wirklich durchziehen“…wird es vermutlich auch so eintreten.

Wir Menschen kriegen unseren Arsch nur schwer hoch, Veränderung fällt uns nicht leicht. Aber unmöglich ist es auch nicht. Experten raten daher, neben dem Vorsatz auch einen konkreten, erfüllbaren Plan aufzustellen. Beispielsweise eine Work-out-routine oder einen klaren Essensplan. So wird der bloße Vorsatz schon realer und schwebt nicht nur irgendwo in unserem Kopf herum.

 

Von Null anfangen

Einige Argumente gegen diese Neujahrsvorsätze sind, dass man sich ja das ganze Jahr über ändern kann. Man könnte auch im August mit einer Diät anfangen oder im Oktober mit dem Rauchen aufhören. Natürlich, umso früher, umso besser. Allerdings hat der Jahreswechsel tatsächlich schon einen gewissen Zauber. Nie beschäftigen wir uns so intensiv mit uns selbst und unseren Wünschen für Veränderung, wie um diese Zeit des Jahres.

In gewisser Weise fühlt sich der Jahreswechsel schon für viele wie ein Neuanfang an. Man lässt das Alte hinter sich und blickt voller Euphorie auf eine neue Chance sein Leben zu gestalten. Es ist als wäre mit dem 01. Januar vieles auf Null gesetzt und das kann durchaus sehr motivierend wirken. Und genau diese Motivation fehlt vielen, wollen sie während dem Jahr eine große Veränderung vollziehen.

Wer also tatsächlich unzufrieden mit 2018 war, hat nun die Möglichkeit 2019 anders anzugehen. Letztendlich kommt es aber nicht auf das neue Jahr, sondern auf uns selbst an. Immerhin sind wir es die fürs Abnehmen auf ein Laufband steigen müssen….leider….

Eine 15-Jährige geigt den Politikern so richtig die Meinung!

Traumhotel mitten im Dschungel

15-Jährige beweist mehr Verstand als unsere Staats-“Oberhäupter“

Als 15-Jährige eine Rede auf der UN-Klimakonferenz halten, klingt schon ein wenig absurd, oder? Aber genau das ist erst vor ein paar Tagen passiert.

Greta Thunberg:

15 Jahre, Schwedin, liebt es mit ihren Hunden spazieren zu gehen. Ein ganz normales Mädchen wie es auf den ersten Blick scheint. Aber nein das trifft hier auf gar keinen Fall zu. In Greta steckt nämlich jede Menge Wut und Enttäuschung und zwar auf unsere Politiker. Und dieses Mädchen nimmt kein Blatt vor den Mund.

Schon seit längeren fällt die junge Schwedin durch ihr mutiges Verhalten auf. Als die Sommerferien dieses Jahr enden, denkt Greta nicht mal daran in die Schule zu gehen. Sie setzt sich im August mit einem Schild auf dem: „Schulstreik für da Klima“ steht vor das schwedische Parlament in Stockholm, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu demonstrieren.

Auf die Zukunft ist geschissen

Mittlerweile schwänzt sie „nur“ noch freitags die Schule und verbreitet den Hashtag #FridaysForFuture auf Twitter.

Greta hält eine Rede
Greta auf dem „People`s climate march“ in Schweden

Rede auf UN-Klimakonferenz

Schon damals hat sie mit ihrer Aktion viele, vor allem Schüler, inspiriert selbst auf die Straßen zu gehen, um zu demonstrieren. Und nun ist sie sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Sie wurde eingeladen auf der UN-Klimakonferenz dieses Jahr in Kattowitz eine Rede zu halten. Und da hat sie tatsächlich kein Blatt vor den Mund genommen.

Sie sagt ganz klar und deutlich, dass auf unsere Politiker kein Verlass sei: „Sie haben uns schon in der Vergangenheit ignoriert und werden es wieder tun. Wir sind hierher gekommen, um sie wissen zu lassen, Veränderung wird kommen, ob sie es wollen oder nicht.“

Greta sieht, im Gegensatz zu unseren Staatsoberhäuptern, die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung. Laut ihr gibt es keine „Grauzone“, wenn es um das Überleben der Menschen auf dieser Erde geht. Es muss also alles daran gesetzt werden dieses existenzielle Problem zu bekämpfen. Und da unsere Politiker versagt haben und sich wie „Kinder“ verhalten, müssen wir selbst uns nun beteiligen, damit endlich mal etwas voran geht.

Greta redet Politikern ins Gewissen
Gretas Rede an den UN Generalsekretär António Guterres

Die Jugend soll aktiv werden

Das junge Mädchen richtet ihre Appelle vor allem an die jüngeren Generationen, also an Schüler wie sie, denn die Erwachsenen „scheißen“ lediglich auf ihre Zukunft. Also liegt es an ihnen etwas zu ändern. Die heutigen Medien sollen genutzt werden, um ihre Botschaft weiterzutragen.

Denn Greta sagt ganz richtig: „Wozu denn in der Schule für eine Zukunft lernen, wenn es womöglich gar keine Zukunft gibt?“

 

Australiens Schüler haben genug!