Mein Costa Rica Praktikum im Dschungel

Schönes Hotel in Costa Rica

Ein Costa Rica Praktikum , in einem der schönsten Länder der Welt, ist natürlich ganz anders als ein normales Praktikum in Deutschland. Doch wie genau lief der ganze Prozess ab? Ich werde von meinen ganz persönlichen Eindrücken vom Anfang der Planung bis hin zur Ankunft in Costa Rica berichten.

Costa Rica soll`s sein

Eines war zu Ende meiner Schulzeit in Bayern schon ziemlich schnell klar. Nicht was ich später studieren oder arbeiten will, sondern, dass ich nach meinem Abi erst mal ins Ausland möchte. Ein Jahr, um neue Orte zu entdecken, andere Lebensweisen kennenzulernen und einfach mal raus aus Deutschland zu kommen. Nichts gegen Deutschland, aber ein wenig Abstand und andere Lebenseinstellungen tun, denk ich, auch mal gut.

Jetzt stellte sich natürlich als erstes die Frage: wohin denn die Reise?

Das war nicht von Anfang an klar, aber Lateinamerika hat mich schon immer begeistert. Eine ganz andere Kultur und Lebenseinstellung, eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt und als extra Pluspunkt eine Möglichkeit, um mein Spanisch ein bisschen aufzubessern.

Außerdem ist dieser Kontinent doch etwas weit weg von Deutschland, oder auch sehr sehr weit weg…. zum einen ist das natürlich schon ein bisschen beängstigend, da ich bisher noch nicht mal über die Grenzen von Europa gekommen bin. Allerdings auch genau das was ich suche: etwas vollkommenes Neues und Entferntes.

Nach ein bisschen rumschauen und recherchieren, fiel meine Wahl dann relativ schnell auf Costa Rica. Die riesige Artenvielfalt, die vielen Naturschutzgebiete, die unterschiedlichsten Landschaften von wunderschönen Stränden am Meer bis hin zu Regenwäldern oder Vulkanen. Das kann man in dem flächenmäßig doch recht kleinen Land von rund 51.000 Quadratkilometern alles finden. Schon irgendwie lustig, das ist sogar kleiner als das Bundesland aus dem ich komme. Bayern hat nämlich circa 70.000 Quadratkilometer.

Letztendlich beruhte die Entscheidung dann aber einfach auf meinem Bauchgefühl: ich will ein Costa Rica Praktikum machen!

Sandstrand Costa Rica
Strand am Pazifik in Costa Rica

Das Planen beginnt

Nun begann der „spaßige“ Teil eines Auslandsaufenthalts: das Planen. Was will ich machen? Wo genau soll`s hin gehen? Wie verdiene ich mein Geld?

Nach ein paar Irrwegen, erzählte mir meine Mutter dann, dass sie mit einer Studentin gesprochen hat, die für ein paar Monate in einer Pension in Mittelamerika gearbeitet hat. Sie war total begeistert und schlug mir das Hotel Paraiso de cocodrilo vor. Dort hat sie ein Costa Rica Praktikum gemacht und ein Zimmer und Verpflegung für die Zeit erhalten. Nach ein paar Fehlversuchen klang dieses Angebot also sehr verlockend. Nach kurzem recherchieren, wurde die Idee auch immer vielversprechender. Das Hotel liegt super nahe am Strand Buena Vista und gleichzeitig direkt im Regenwald, hat also einiges an Natur zu bieten. Auch die Touristenstadt Sámara liegt ganz nahe.

Es hat also eigentlich alles was man sich von einem Ort in Costa Rica erhofft.

Daraufhin hab ich Rainer, den Pensionsleiter, ganz einfach per Email angeschrieben und gefragt, ob er noch eine Praktikantin sucht. Wir haben kurz hin und her geschrieben, unser Skype ausgetauscht und kurz darauf hatte ich eine Zusage für ein Praktikum von Dezember bis März. Tatsächlich ganz locker und easy. Das hat natürlich schon jede Menge vereinfacht: ich hatte eine feste Zusagen und einen Ort, wo ich bleiben kann. Das ist erst mal das Wichtigste.

Mit der Planung hab ich recht früh angefangen, also hatte ich keinen zu großen Stress alles zu organisieren. Das Flugticket hab ich kurz danach gebucht und mit dem ganzen Papierkram angefangen. Eine Krankenkasse fürs Ausland abgeschlossen, eine VISA Karte beantragt und, und, und…da muss man nun mal durch, wenn man soweit weg ins Ausland will. Aber letztendlich ist es der Aufwand auf jeden Fall wert.

Und los geht`s

Wie die Zeit verging, kam der Zeitpunkt der Abreise zu meinem Costa Rica Praktikum immer näher. Und so wurden kurz vor dem Abflug, noch alle letzten Dinge erledigt. Koffer packen, alles checken, Freunde und Familie verabschieden und schon war`s so weit. Ein Stofffaultier, das mir meine Freunde geschenkt haben, soll mich auf meiner Reise begleiten.

Stoff-Faultier Costa Rica
Costa Rica ein Paradies für Tiere

Am 28. November nachts um 4 Uhr wurden meine Eltern, mein Bruder und mein Hund ins Auto gepackt und los ging`s zum Flughafen in München. Ein bisschen Schiss hatte ich ehrlich gesagt schon, da ich ja zum ersten mal allein geflogen bin. Eigentlich war es sogar mein erster wirklicher Flug, da ich bei meinem anderen Flug zu klein war, als das ich mich daran erinnern könnte.

Flug von Deutschland nach Costa Rica
Aufbruch zum Flughafen

War aber im Nachhinein alles gar nicht so schlimm, wie gedacht. Check-In und Kontrolle hinter mir hab ich dann also nur noch auf meinen Flug nach Madrid als Zwischen-stopp gewartet.
Es war echt recht einfach, und so saß ich dann circa um 7 Uhr in meinem Flieger nach Spanien.

Mit einer leichten Verspätung kamen wir dann in Madrid an und ab ging`s weiter, um nicht den Anschlussflug zu meinem Costa Rica Praktikum zu verpassen. Es gab ein wenig Gehetze, aber Gott sei Dank ist alles gut gelaufen und so saß ich dann circa eine halbe Stunde später im großen Flugzeug nach San José. Jetzt war also nur Zeit totschlagen angesagt, da der Flug doch ziemlich lange dauerte. 13 Stunden wechselte ich also Positionen, um vielleicht doch etwas bequemer zu sitzen, schaute einen Film oder döste ein wenig.

Ein Mal sind wir wohl in einen kleinen Sturm oder so gekommen, da das Flugzeug etwas wackelte und rüttelte. Das war zwar etwas gruselig, aber komischerweise auch irgendwie lustig, solange alles gut geht natürlich. Abgesehen davon war der Flug aber recht angenehm.

Endlich sind wir dann in San José gelandet und jetzt musste ich nur noch durch eine kurze Kontrolle, hab meinen Koffer abgeholt und bin raus aus dem Flughafen. Direkt beim Ausgang wurde ich dann von meinem Fahrer abgeholt, der mich direkt zum Hotel gebracht hat.

Während der Fahrt hat es zwar zwischendurch ziemlich stark geregnet, aber sonst war sie recht entspannt. Und so ging es dann schließlich im Dunkeln durch den Wald auf einer holprigen Straße zum Hotel Paraiso del Cocodrilo.

Nach dem langen Tag wollte ich ehrlich gesagt einfach nur noch ins Bett und schlafen. Ich war total müde und fertig, kam aber alles in einem sehr gut und reibungslos im Hotel an. Und so neigte sich ein anstrengender, aber auch sehr interessanter Tag dem Ende zu. Abends schlief ich dann in meinem Zimmer zu den nächtlichen Geräuschen des Regenwalds ein.

Glauben konnte ich ehrlich gesagt immer noch nicht, dass ich jetzt wirklich mein Costa Rica Praktikum beginne. Mal schauen was ich hier im Costa Rica Hotel alles erleben werde…

deutsches Hotel in Costa Rica Samara
chilies Hotel in Costa Rica

 

Praktikum im Hotel in Sámara am Strand

Mein Erlebnis in Costa Rica

Abenteuerpraktikum am Meer

chillier Strand nahe dem Hotel Costa Rica Samara
naturbelassener Strand mit Schildkröten

Er steigt und steigt … der Meeresspiegel

Klar, wir wissen es alle – außer vielleicht der Donald – der Klimawandel schreitet voran. In den letzten Jahren jagte nicht selten eine Hitzewelle die nächste. Überall in Europa und der Welt schwitzten Mensch und Tier. Das hat natürlich auch gravierende Auswirkungen auf Nord- und Südpol. Die Gletscher schmelzen … der Meeresspiegel steigt. 

Der Meeresspiegel steigt rasant!

Komm, hol die Rettungswesten raus

Werden wir womöglich bald alle ersaufen? Möglicherweise! Eine neue Studie ermittelte jetzt, dass der Meeresspiegel im letzten Jahr erschreckend schnell gestiegen ist – und zwar um ganze 3.7 Millimeter. Klingt erst einmal nicht viel … ist es aber! 

Paradiesisch untergehen

Ein Paradies steht schon vor dem Untergang. Geht es mit der Erderwärmung so weiter, wird es die Malediven im Jahr 2100 nicht mehr geben. Und Costa Rica? Auch unsere Wahlheimat hat immer häufiger mit extremen Wetterphänomen, steigenden Fluten und wärmenderen Küstengewässer zu kämpfen. So kommt es an der Pazifikküste immer häufiger zu gefährlichen Springfluten, Fische sterben aus.

Touristen, wir lieben und hassen sie

Es ist also unerlässlich, dass wir alle an einem Strang ziehen um die Erderwärmung möglichst im Zaum zu halten. Dies gilt auch für die Tourismusindustrie, die hier in Costa Rica zu den Haupteinnahmequellen gehört. Klar, Touristen bringen Geld! Aber mit der wachsende Zahl an Urlaubsflügen erhöht sich auch die CO2-Emission – und wo mehr Menschen sind, ist auch mehr Müll! 

Mit Eco-Hotels gegen Massentourismus

Silver lining am Horizont

Eco-Hotels, wie zum Beispiel das Paraiso de Cocodrilo hier in Guanacaste, sorgen aber für den Streifen Hoffnung am Horizont. Statt auf Massenandrang wird hier versucht, im Einklang mit der Natur zu leben. Und dazu gehört auch mal, auf Plastikliegestühle am Strand zu verzichten! 

Greta zeigt der Politik, wo es langgeht

15-Jährige beweist mehr Verstand als unsere Staats-“Oberhäupter“

Rollstuhlfahrer im Meer?

Greta zeigt der Politik, wo es langgeht

“Gebt den Kindern das Kommando, Sie berechnen nicht, was sie tun, Die Welt gehört in Kinderhände, Dem Trübsinn ein Ende”

Herbert Grönemeyer wusste dies bereits 1986. Seit Tausende Schüler und Schülerinnen, angefacht von der 15-Jährige Greta Thunberg, jeden Freitag unter dem Motto „Fridays for Future“ die Schule schwänzen und lautstark durch die Metropolen der Welt ziehen,weiß es auch die Politik. Und der schmeckt das Commitment der jungen Generation so überhaupt nicht!

Greta Thunberg – Die Klima-Rebellin

Politiker laufen Sturm

“Ich finde politisches Engagement von Schülerinnen und Schülern toll. Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis. CL” twitterte unlängst FDP-Schnösel Christian Linder. Kurz gesagt: Büffelt lieber unsinniges Zeug, als uns unser Versagen öffentlich aufs Butterbrot zu schmieren. 

Christian Lindner, ein Fähnchen im Wind

Moment mal, sagten Sie nicht selbst, Herr Lindner, Sie hätten „die Schulzeit nur auf einer Arschbacke abgesessen“? Geistige Höhenflügen also Fehlanzeige. Und im Wahlkampf hieß es dann wiederum in großen pinken Lettern: “Schulranzen verändern die Welt, nicht Aktenkoffer!” Fast scheint es, Sie gleichen einem Fähnchen im Wind. 

Taten müssen folgen

Geht es der Politik also womöglich einfach gründlich gegen den Strich, dass endlich ein Aufbegehren in der Gesellschaft herrscht – und das von den Jüngsten unter uns?! Plötzlich heißt es nicht mehr nur „ ja und Amen“, plötzlich werden konkrete Taten gefordert. Denn wie viele Klima-Kipfel sollen noch verstreichen, wieviel Schmutz muss noch in die Luft geblasen werden, bevor die Politik aufwacht? Lindner und Konsorten kann es egal sein. Die Herren und Damen werden die große Klimakatastrophe nicht mehr erleben. Aber denken wir doch bitte an die nachfolgenden Generation.

Greta kümmert der Gegenwind herzlich wenig. Gut so, die kleine Aktivistin ist unlängst für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Ein Zeichen in die richtige Richtung!

Schüler in Australien beziehen Stellung

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Cannabis Legalisierung bringt Geld und Arbeit

I don’t care about climate change