2016 kein gutes Jahr für die Sicherheit in Costa Rica

Eine aktuelle Studie gibt Preis: Die Ticos fühlen sich nicht mehr so sicher wie früher. Die Universität von Costa Rica hat eine Umfrage zum Sicherheitsgefühl der Einwohner durchgeführt. Die allgemeine, ängstlichere Stimmung wird auch von den erfassten Daten der gerichtlichen Kriminalpolizei bestätigt.

2016 wird wohl als gewaltreichstes Jahr bisher in die Geschichte Costa Ricas eingehen, und die Zahlen sprechen für sich. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Jahr 2016 bereits 555 Morde, hinzu kommen 11 245 Meldungen von Diebstählen. Die meisten von diesen Diebstählen ereigneten sich wohl im Ballungszentrum um San José (5 903), gefolgt von Alajuela (1 253), Heredia (1 065) und Limón (1 003). Weniger hoch erscheinen die Zahlen in den Provinzen Cartago, Puntarenas und Guanacaste mit 839, 688 und „nur“ 494 gemeldeten Diebstählen in 2016. Die meisten Raubzüge fanden anscheinend am Wochenende statt, vor allem samstags und freitags. Unter den Opfern war die Mehrheit offensichtlich männlich ( 64.2%), was jedoch nur die offiziell gemeldeten Vorfälle betrifft.

Und auch die Stimmen der Bevölkerung scheinen das gestiegene Sicherheitsrisiko wahrzunehmen. Mit 53.6% der befragten empfindet über die Hälfte das Sicherheitsrisiko als hoch bis sehr hoch. Ein Drittel hingegen denkt, das Sicherheitsrisiko sei gering und um die 10% empfinden es sogar als sehr gering. 5,5% empfinden das Sicherheitsrisiko als normal. Interessant hierbei ist, dass die Mehrheit derer, die sich relativ unsicher im Land fühlen, aus den städtischeren Gegenden kommen (57.7%). Zwar ist auch der Anteil aus ländlicheren Gegenden, der sich unsicher fühlt, mit 45,6% auch nicht deutlich geringer, spiegelt jedoch trotzdem relativ gut das wieder, was der gerichtliche Kriminalpolizei Bericht verlautete – die Menschen fühlen sich offensichtlich in ländlicheren Gegenden etwas sicherer als in den Städten.
Ein interessanter Aspekt der Umfrage hierzu ist, dass trotz des zunehmenden Sicherheitsrisikos die überwiegende Mehrzahl der Ticos keine Waffenhaltung unterstützt. Lediglich 5% der Befragten sagten, dass sie eine Feuerwaffe besitzen und magere 12% hatten im vergangenen Jahr in Erwägung gezogen, sich eine Waffe zuzulegen. 57,1% der Umfrageteilnehmer würden sogar für ein Gesetz stimmen, dass nur der Polizei und offiziellen Regierungsposten erlauben würde, eine Waffe mit sich zu führen.

Der weltweite Anstieg des Sicherheitsrisikos ist mittlerweile also auch im ansonsten als sehr sicher geltenden zentralamerikanischen Staat Costa Rica angekommen. Geben Sie also im Costa Rica Urlaub auf sich acht und seien Sie vorsichtig, aber lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, denn aufpassen sollten sie auch zu hause.

 

Wenn Sie ein sicheres und gemütliches, ruhig gelegenes Zimmer für Ihren Urlaub suchen, besuchen Sie doch mal das Hotel Paraíso del Cocodrilo in Sámara. 

Neuen Kommentar schreiben

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.