Entspannung in Costa Rica
chillen am Pool

Wie wäre es mal mit ein bisschen Entspannung?

 Einfach mal nichts machen, geht das heutzutage eigentlich noch? Selbst im Urlaub sieht man immer häufiger, dass die Leute einfach nicht mehr richtig entspannen können. Das liegt vermutlich mitunter an der Möglichkeit, weltweit vernetzt zu sein – darauf können viele einfach nicht mehr verzichten. Aber manchmal sollte man vielleicht einfach wirklich mal den Stecker ziehen.

Immer online

Ohne Smartphone, Laptop, iPod, Kamera und Co. in den Urlaub? Ehrlich gesagt, ich kenne niemanden, der nicht irgendwie verbunden verreist. Und ich gebe zu, ich gehöre selbst zu der Gruppe, die es auch im Urlaub nicht lässt, hier mal die E-Mails abzurufen, da mal die ein oder andere WhatsApp Nachricht zu verschicken oder am besten gleich alles mit der Kamera festzuhalten. Aber jetzt, wo ich dort arbeite, wo alle anderen um mich herum Urlaub machen, merke ich, wie schade das eigentlich ist.

Klar, ich kann es verstehen, dass man auf solche Annehmlichkeiten wie z.B. Navigations-Apps anstelle von großen Faltkarten in einem fremden Land (oder auch im eigenen Land) nicht verzichten möchte, oder auch gerne die passende Musik für den perfekten Urlaub dabei haben möchte, aber immer häufiger bleibt es einfach nicht dabei.

Hier ein paar Beispiele:

Ich liege in der Pause am gut besuchten Strand, um mich herum großer Trubel; Kinder spielen und kreischen rum, es wird gesurft, gelacht, geredet oder in meinem Fall einfach mal nur entspannt. Aber zwischen diesen erfreulichen Urlaubsszenen sieht man, wenn man genau hinschaut, viele neue Arten von „Urlaubern“, die auf mich nicht so wirken, als wären sie für sich verreist, sondern eher, um der ganzen Welt zu zeigen DAS sie verreist sind. Da verbringt doch tatsächlich eine kleine Gruppe von Freunden mehrere Stunden damit, die perfekten Fotos von sich vor der costa-ricanischen Flagge am Strand von Sámara zu machen. Und versteht mich nicht falsch, ich habe auch gerne Fotos als Erinnerung und mache sehr gerne und viele Fotos im Urlaub. Aber da ist man an einem so schönen Ort und anstatt einfach mal den Moment und die Atmosphäre zu genießen, wird alles lieber festgehalten ohne es wirklich wahrzunehmen.

„Hast du diesen traumhaft schönen Sonnenuntergang gesehen? – Nein aber ich habe ganz tolle Fotos davon.“

Manchmal lohnt es sich mehr, eine bloße Erinnerung an einen schönen Moment mit Menschen, die einem wichtig sind, zu haben, als davon auch noch 100 Bilder, 40 Videos, und andere digitale Beweise zu haben. Denn so einen Urlaub im Paradies vergisst man ja wohl auch ohne „Beweise“ nicht so schnell.  Aber wie gesagt, das soll jetzt weiß Gott keine Hetzrede gegen Erinnerungen wie Fotos und Co. sein, eher ein Aufruf dazu, im Urlaub einfach auch mal daran zu denken, abzuschalten und den Moment zu leben und zu genießen. Das ist jedenfalls das, was ich mir für meinen nächsten Urlaub vornehme. Vielleicht merkt man sowas auch erst, wenn man dort arbeitet, wo die anderen theoretisch einfach nur faulenzen könnten.

Aber was für mich persönlich noch deutlich unverständlicher ist, sind die Urlaubs-Arbeiter.  Nur weil man einen Beruf hat, den man theoretisch von überall und zu jeder Zeit ausüben kann, heißt das nicht, das man das auch machen sollte. Wenn man im Hotel arbeitet trifft man täglich auf die unterschiedlichsten Menschen verschiedener Nationen, und unter allen von ihnen gibt es Reisende, die auf die Frage: „Was haben Sie denn heute vor?“ mit „Also ich arbeite gleich noch ein bisschen…“ antworten. Aber warum fährt man denn dann in den Urlaub, wenn man doch wieder den ganzen Tag vor dem Computer verbringt? Für mich mittlerweile ein unverständliches Bild: Mehrere Leute die im Restaurant frühstücken, aber dabei wie gebannt an ihren Laptops oder Tablets hängen. Hier noch auf die Mail vom Chef antworten, da noch kurz zwei, drei Dokumente bearbeiten, was soll das denn? Man nimmt sich doch nicht umsonst Urlaub!

Hauptsache nichts verpassen

Eine weitere Art von Anti-Urlaubern im Urlaub sind die wir-wollen-Zuhause-nichts-verpassen Urlauber, die sich quasi 24 Stunden am Tag in den sozialen Netzwerken aufhalten, um auch weit weg auf dem neusten Stand zu sein, um Veränderungen im Blick zu behalten. Gibt es denn in fremden Ländern (oder auch im eigenen Land) nicht genug zu entdecken und zu sehen? Ich denke schon. Ich glaube nicht, dass das neue Profilbild einer alten Klassenkameradin oder der Beziehungsstatus eines Kollegen so interessant sind, wie sich komplett auf eine andere Kultur einzulassen und sich mit der neuen Umgebung auseinanderzusetzen. Und wenn man gleichzeitig noch von sich selbst alles mittteilt während man im Urlaub ist, was erzählt man denn dann noch, wenn man wieder nach Hause kommt?

reine Entspannung

Vielleicht liegt es wirklich daran, dass ich an einem Urlaubsort wie Sámara, Costa Rica – und darüber hinaus auch noch im Hotel – arbeite, aber mittlerweile finde ich es richtig schade, wenn ich sehe, dass sich die Menschen wirklich gar nicht mehr richtig entspannen, sondern mental noch viel zu sehr in ihrem Alltag festhängen. Vielleicht sollte man auf seiner nächsten Reise mal komplett abschalten – und zwar nicht nur entspannungstechnisch, sondern auch auf alle technischen Verbindungen bezogen. Denn so ein paar Tage reine Entspannung – das sollte man sich sowohl für die Physis als auch für die Psyche mal gönnen. Also im nächsten Urlaub bitte Stecker ziehen und nichts tun!

 

Sie suchen noch den geeigneten Ort um wirklich zu entspannen? Dann schauen Sie doch mal bei uns im Hotel an der Playa Buena Vista in der Nähe von Sámara, Costa Rica vorbei.