Greta zeigt der Politik, wo es langgeht

“Gebt den Kindern das Kommando, Sie berechnen nicht, was sie tun, Die Welt gehört in Kinderhände, Dem Trübsinn ein Ende”

Herbert Grönemeyer wusste dies bereits 1986. Seit Tausende Schüler und Schülerinnen, angefacht von der 15-Jährige Greta Thunberg, jeden Freitag unter dem Motto „Fridays for Future“ die Schule schwänzen und lautstark durch die Metropolen der Welt ziehen,weiß es auch die Politik. Und der schmeckt das Commitment der jungen Generation so überhaupt nicht!

Greta Thunberg – Die Klima-Rebellin

Politiker laufen Sturm

“Ich finde politisches Engagement von Schülerinnen und Schülern toll. Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis. CL” twitterte unlängst FDP-Schnösel Christian Linder. Kurz gesagt: Büffelt lieber unsinniges Zeug, als uns unser Versagen öffentlich aufs Butterbrot zu schmieren. 

Christian Lindner, ein Fähnchen im Wind

Moment mal, sagten Sie nicht selbst, Herr Lindner, Sie hätten „die Schulzeit nur auf einer Arschbacke abgesessen“? Geistige Höhenflügen also Fehlanzeige. Und im Wahlkampf hieß es dann wiederum in großen pinken Lettern: “Schulranzen verändern die Welt, nicht Aktenkoffer!” Fast scheint es, Sie gleichen einem Fähnchen im Wind. 

Taten müssen folgen

Geht es der Politik also womöglich einfach gründlich gegen den Strich, dass endlich ein Aufbegehren in der Gesellschaft herrscht – und das von den Jüngsten unter uns?! Plötzlich heißt es nicht mehr nur „ ja und Amen“, plötzlich werden konkrete Taten gefordert. Denn wie viele Klima-Kipfel sollen noch verstreichen, wieviel Schmutz muss noch in die Luft geblasen werden, bevor die Politik aufwacht? Lindner und Konsorten kann es egal sein. Die Herren und Damen werden die große Klimakatastrophe nicht mehr erleben. Aber denken wir doch bitte an die nachfolgenden Generation.

Greta kümmert der Gegenwind herzlich wenig. Gut so, die kleine Aktivistin ist unlängst für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Ein Zeichen in die richtige Richtung!

Schüler in Australien beziehen Stellung

15-Jährige beweist mehr Verstand als unsere Staats-“Oberhäupter“

Cannabis Legalisierung bringt Geld und Arbeit

I don’t care about climate change

15-Jährige beweist mehr Verstand als unsere Staats-“Oberhäupter“

Als 15-Jährige eine Rede auf der UN-Klimakonferenz halten, klingt schon ein wenig absurd, oder? Aber genau das ist erst vor ein paar Tagen passiert.

Greta Thunberg:

15 Jahre, Schwedin, liebt es mit ihren Hunden spazieren zu gehen. Ein ganz normales Mädchen wie es auf den ersten Blick scheint. Aber nein das trifft hier auf gar keinen Fall zu. In Greta steckt nämlich jede Menge Wut und Enttäuschung und zwar auf unsere Politiker. Und dieses Mädchen nimmt kein Blatt vor den Mund.

Schon seit längeren fällt die junge Schwedin durch ihr mutiges Verhalten auf. Als die Sommerferien dieses Jahr enden, denkt Greta nicht mal daran in die Schule zu gehen. Sie setzt sich im August mit einem Schild auf dem: „Schulstreik für da Klima“ steht vor das schwedische Parlament in Stockholm, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu demonstrieren.

Auf die Zukunft ist geschissen

Mittlerweile schwänzt sie „nur“ noch freitags die Schule und verbreitet den Hashtag #FridaysForFuture auf Twitter.

Greta hält eine Rede
Greta auf dem „People`s climate march“ in Schweden

Rede auf UN-Klimakonferenz

Schon damals hat sie mit ihrer Aktion viele, vor allem Schüler, inspiriert selbst auf die Straßen zu gehen, um zu demonstrieren. Und nun ist sie sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Sie wurde eingeladen auf der UN-Klimakonferenz dieses Jahr in Kattowitz eine Rede zu halten. Und da hat sie tatsächlich kein Blatt vor den Mund genommen.

Sie sagt ganz klar und deutlich, dass auf unsere Politiker kein Verlass sei: „Sie haben uns schon in der Vergangenheit ignoriert und werden es wieder tun. Wir sind hierher gekommen, um sie wissen zu lassen, Veränderung wird kommen, ob sie es wollen oder nicht.“

Greta sieht, im Gegensatz zu unseren Staatsoberhäuptern, die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung. Laut ihr gibt es keine „Grauzone“, wenn es um das Überleben der Menschen auf dieser Erde geht. Es muss also alles daran gesetzt werden dieses existenzielle Problem zu bekämpfen. Und da unsere Politiker versagt haben und sich wie „Kinder“ verhalten, müssen wir selbst uns nun beteiligen, damit endlich mal etwas voran geht.

Greta redet Politikern ins Gewissen
Gretas Rede an den UN Generalsekretär António Guterres

Die Jugend soll aktiv werden

Das junge Mädchen richtet ihre Appelle vor allem an die jüngeren Generationen, also an Schüler wie sie, denn die Erwachsenen „scheißen“ lediglich auf ihre Zukunft. Also liegt es an ihnen etwas zu ändern. Die heutigen Medien sollen genutzt werden, um ihre Botschaft weiterzutragen.

Denn Greta sagt ganz richtig: „Wozu denn in der Schule für eine Zukunft lernen, wenn es womöglich gar keine Zukunft gibt?“

 

Australiens Schüler haben genug!