Auf eure Zukunft geschissen

Ob USA, Deutschland oder das Naturparadies Costa Rica, überall ändert sich das Klima. Früher als Spinnerei abgetan, ist die Studienlage heute eindeutig. Wir reagieren ignorant und passiv, ganz anders die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg.

Auf die Zukunft geschissen

Wenn uns die Kinder tausende Schritte voraus sind, dann wissen wir, wir haben versagt. Das der Klimawandel real ist und nicht nur für uns Menschen schwierig ist, das weiß inzwischen jeder. Aber so wirklich etwas gegen die mega Katastrophe, die da auf uns zukommt, tun, das will keiner so richtig. Politiker diskutieren und setzen Ziele, aber passiert eigentlich wirklich was im Thema Klimawandel? Die 15-jährige Greta Thunberg hat 3 Wochen lang die Schule geschwänzt und vor dem schwedischen Parlament in Stockholm gestreikt. Ihre Botschaft an die Politiker: Nehmt den Klimawandel endlich ernst!

Schule schwänzen für besseres Klima
Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt

Lieber Bildung oder einen Planeten?

Sie hat in der Grundschule erklärt bekommen, warum man das Licht ausschalten soll, wenn man es nicht braucht. Wie das mit dem Klimawandel zusammen hängt, hat sie nicht verstanden und sich schlau gemacht. Seitdem ist die junge Schwedin Vegetarierin und hat kein Flugzeug mehr bestiegen. Sie kann nicht glauben, dass die Politiker das wohl wichtigste Thema unserer Generation nicht aktiv diskutieren und tatsächlich handeln. Denn was bringt einem Bildung und Wohlstand, wenn der Planet zerstört ist. Und so wie wir gerade leben, passiert das viel schneller als früher mal gedacht.

Klimawandel an sich gab es immer schon. Mal ist es wärmer, mal kälter. Aber der Wechsel war noch nie so schnell wie in den letzten 200 Jahren. Und das hat verheerende Auswirkungen, die offensichtlich niemanden so wirklich interessieren.

Die Industrialisierung, Fluch und Segen

Vor 200 Jahren. Da fing alles an. Anstatt Muskel- Wind- und Wasserkraft einzusetzen, nutzten die Menschen Maschinen. Diese müssen natürlich mit irgendwas betrieben werden. Meist wird also Öl, Gas oder Kohle verbrannt. Dabei entsteht das Treibhausgas Kohlendioxid CO2. Nicht nur das wir zunehmend mehr produzieren und somit CO2 ausstoßen, wir zerstören auch noch eine der natürlichsten CO2-Killer. Wälder! Die Wälder speichern das CO2 normalerweise. Aber die holzen wir ja ab, wegen des Materials und des Bodens. Der wird nämlich zu Ackerland umfunktioniert, oder dient als Weideland. Und wie umweltschädlich Fleischkonsum für das Klima ist, muss nicht wirklich nochmal erwähnt werden.

Klare Sicht im jungen Alter

Greta hat den Ernst der Lage längst erkannt und fragt sich, wie ignorant wir Erwachsenen sein können. „Was ihr tut oder nicht tut, wird mein ganzes Leben bestimmen und das meiner Kinder und Enkel.“ Zwar müsste die junge Schwedin in der Schule sein und viele Lehrer weisen auf die Schulpflicht hin, sie sieht jedoch klarer „was lerne ich schon in der Schule? Fakten bedeuten nichts mehr, Politiker hören nicht auf Wissenschaftler, also warum sollte ich lernen?“ Ein Lehrer jedoch hat sich zu ihr gesellt und verzichtet so nicht nur auf einen 3 wöchigen Gehaltsverlust, sondern riskiert auch seine Anstellung zu verlieren. Gretas Eltern dürfen sie zwar offiziell nicht unterstützen, finden ihre Einstellung jedoch sehr gut und tolerieren ihre Aktion. Immerhin habe sie Schulbücher dabei und lerne noch abends zu Hause.

Auch die Fische wandern aus

Was in diesen Schulbüchern jedoch sicherlich nicht drin steht, das die Weltmeere bis heute rund 80% der von uns erzeugten Wärme aufgenommen haben. Dadurch haben sie sich allerdings bis zu 3.000 m tief erwärmt. Warmes Wasser dehnt sich bekanntermaßen aus, weswegen auch der Meeresspiegel steigt. Außerdem verbindet sich das aufgenommene Kohlendioxid teilweise mit dem Wasser zu Kohlensäure, wodurch der pH-Wert sinkt und die Meere versauern. Vor allem Korallen, Meeresschnecken, Zooplankton und Schalentiere leiden darunter. Ihr Schutzpanzer wird von der Säure angegriffen. Auch die Fische ziehen ihre Konsequenzen aus dem Ganzen. Ihnen ist es an manchen Orten im Ozean zu warm, deswegen wandern sie immer weiter in den Norden in kühlere Gewässer.

Die Fische sterben weltweit

Zu wenig Sauerstoff, denn besonders bei viel Sonne produzieren die Algen in den oberen Schichten viel davon

Massensterben im Meer

Wir empfehlen vor dem Berichteten die Einnahme einer Valium 5

Im ausrotten sind wir Meister

Viele Tier- und Pflanzenarten haben wir also schon erfolgreich vernichtet, die Lederschildkröte kämpft noch gegen die von uns verursachten Folgen an. Inzwischen gibt es weltweit nur noch rund 5.000 Stück. Und die Zahl nimmt weiter ab, unter anderem weil die Schildkröten als Beifang in Fischernetzen verenden, Plastiktüten mit Quallen verwechseln und deswegen verhungern, oder die Fortpflanzung durch die Erwärmung gestört wird. Denn die Wärme des Sandes, in dem die Weibchen ihre Eier ablegen, bestimmt ob es Männchen oder Weibchen werden. Bei einer höheren Temperatur kommen überwiegend weibliche Schildkröten zur Welt. Das zerstört das natürliche Gleichgewicht der Population. Außerdem verändern sich durch die Meereserwärmung die Strömungen, die die Schildkröten auf ihren weiten Wanderungen benutzen.

Costa Rica Ökoland Nr.1

Ein ganz kleiner Lichtblick sind Projekte, wie das Schildkrötenprojekt am Strand Buena Vista in Sámara, Costa Rica. Hier soll der Nachwuchs der Schildkröten, auch der der Lederschildkröte unter geschätzten Bedingungen schlüpfen und den Weg ins Wasser finden.

Wer mal Urlaub im Ökoland Nr.1 Costa Rica macht, kann noch die Natur genießen auch in der eco lodge Costa Rica.

Unruhe stiften ist definitiv angebracht

Aber warum bringen uns solche Informationen nicht um den Verstand? Ist uns das Ausmaß unserer Handlungen einfach nicht bewusst, oder geben wir einfach einen Scheiß auf das, was um uns rum passiert? Genau für dieses Unwissen, oder die Ignoranz brauchen wir Menschen wie Greta, die zum Nachdenken auffordern und wirklich etwas tun. Ihr Lehrer meint, „Greta ist eine Unruhestifterin, sie hört nicht auf Erwachsene. Aber wir bewegen uns rasend schnell auf eine Katastrophe zu und in dieser Situation ist das einzig angebrachte, unangebracht zu handeln.“ Tun wir das nicht, könnte sich die Berechnung von Forschern bewahrheiten und der Meeresspiegel steigt in 100 Jahren um 1 1/2 meter. Für die Schweden war der letzte Sommer übrigens der heißeste seit der ersten Klimaaufzeichnung vor 262 Jahren.

Mehr Naturschutz Costa Rica Guanacaste – Sunshine of Your Love